Stellungnahmen zu Altmaiers 10-Punkte Plan Teil 2/4: Albers (BWE) "Drosselung des Windenergieausbaus würde deutsche Windindustrie gefährden"

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17. August 2012

Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) wertet die Vorlage des Zehn-Punkte-Plans durch den Bundesumweltminister als Versuch, die gegenwärtige Diskussion um die Energiewende wieder in geordnete und sachliche Bahnen zurückführen. Dennoch ist der Verband bezüglich der Ausgestaltung einiger Punkte skeptisch. „Die Erklärung des Bundesumweltministers, er halte nichts von Schnellschüssen, ist eine klare Absage an die Erneuerbare Energienpolitik des Bundeswirtschaftsmisters und der FDP. Der BWE ist ebenfalls für eine geordnete Weiterentwicklung des EEG im Rahmen der im Gesetz selbst vorgesehen Fristen. Wir begrüßen, dass die Länder und die Kommunen intensiv in diesen Prozess miteinbezogen werden sollen. Dennoch offenbart das Papier des Umweltministers, dass hier noch intensiver Diskussionsbedarf besteht“, erklärt BWE-Präsident Hermann Albers.

Im Hinblick auf die Forderung nach einer Verstetigung des Windenergieausbaus weisen wir darauf hin, dass wir bereits heute einen stetigen Ausbau haben. Die jährlichen Zubauzahlen belegen, dass wir auf einem guten Weg sind. „Ein Drosseln dieses Zubaus können wir uns hinsichtlich zu reduzierender CO2-Emmissionen nicht erlauben. Vor zehn Jahren lag der Zubau um 30 bis 50 Prozent höher als heute. Wenn die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele erreichen will, brauchen wir künftig einen deutlichen Windenergieausbau. Außerdem ist die stabile Entwicklung des deutschen Windmarktes von grundlegender Bedeutung für den Industriestandort Deutschland mit seiner hohen Exportquote“, sagt Hermann Albers.

Eine Begrenzung des Windenergieausbaus durch ausschließlich politisch gesetzte Ziele wäre nicht förderlich. „Vielmehr sollte durch einen dynamischen Ausbau der Windenergie die Wertschöpfung unter Berücksichtigung der Kosten in Deutschland generiert werden. Die Windenergie an Land ist bereits heute die kostengünstigste unter den Erneuerbaren Energien, “ so Albers. Allein im Jahr 2011 wurden in Deutschland Windenergieanlagen im Wert von etwa fünf Milliarden Euro produziert, wobei 66 Prozent der Anlagen exportiert wurden.

Darüber hinaus ist es ein gutes Zeichen, dass Peter Altmaier in einer neuen Unterabteilung Energiewende die großen Herausforderungen dieses Mammutprojektes bündelt und koordiniert. „Die Energiewende benötigt ein konzentriertes und nachhaltiges Projektmanagement. Dass immer wieder von unterschiedlichen Stellen im Regierungsapparat neue Ideen und Schnellschüsse in die öffentliche Debatte eingebracht werden, verunsichert die verhältnismäßig junge Windenergiebranche. Wenn das nicht aufhört, gefährden wir eine für Deutschlands künftigen Wohlstand wichtige Schlüsselindustrie. Wir fordern außerdem die Bundesregierung auf, jährlich bis zu 20 Prozent der verschenkten CO2-Zertifikate vom Markt zu nehmen. Nur so können wir zu einem fairen Markt kommen, in dem der Ausstoß von Schadstoffen nicht mehr kostenlos ist “, betont Albers.

Quelle: 

Pressemitteilung der Bundesgeschäftsstelle des Bundesverband Windenergie e.V. vom 17.08.12

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