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Die geplante Kürzung der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen stößt den Solarunternehmen bitter auf. Bundesumweltminister Norbert Röttgen will die Solarförderung für Solarstromanlagen auf Dächern schon zum 1.4.2010 drastisch um 15 % kürzen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. ruft anlässlich der Pläne zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am Donnerstag, den 4.2.2010 zu einem gemeinsamen Aktionstag der deutschen PV-Branche auf. Auch die SolarMarkt AG zeigt sich, zusammen mit der Creotecc GmbH, solidarisch. Beide Unternehmen legen an diesem Tag um 11:30 Uhr für eine halbe Stunde ihre Arbeit nieder.
Günter Elbrecht, Vorstandsvorsitzender der SolarMarkt AG, kritisiert die beabsichtigten Kürzungen scharf: „Die Pläne sind viel zu kurzfristig - der Markt hat keine Chance sich darauf einzustellen. Anlagenbauer und Bauwillige haben kaum eine Möglichkeit, in dieser kurzen Zeit die PV-Anlage wie geplant zu verwirklichen, die dafür nötigen Kapazitäten gibt es nicht.“
Seit dem 1.1.2010 muss die Photovoltaikbranche bereits die Degression der Vergütungssätze von 9 % für Solarstrom von Dachanlagen verkraften. Bei einer zusätzlichen Kürzung um 15 % müssen die Preise für PV-Anlagen entsprechend um 24 % sinken, um die Anlagen weiterhin wirtschaftlich betreiben zu können. Wie soll das gehen? Die SolarMarkt AG befürchtet als Folge Qualitätseinbußen und Produktionsverlagerungen ins billigere Ausland. Insbesondere die Modulhersteller mussten bereits im letzten Jahr einen starken Preisverfall verkraften. Nach Meinung der SolarMarkt AG als Großhändler und Projektierer brauchen die Hersteller Zeit, um ihre Produktionen weiter optimieren zu können und ihre Preise anzupassen. Der von der Bundesregierung angestrebte notwenige Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland kann mit einem Kahlschlag bei der Solarförderung nicht funktionieren.
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